ATEM Mini Update – Nie wieder asynchronen Ton!

Bild und Ton sind verschoben?

Der Blackmagic ATEM Mini gibt dir ein asynchrones Videobild aus? Die Tonspur kommt früher als das Videobild? Du besitzt einen ATEM Mini und hast Probleme mit der Synchronität von Audio und Video? Dann solltest du dir auf jeden Fall diesen Blogbeitrag durchlesen. Denn es gibt wunderbare News: Dieses Problem wurde im neusten Firmware Update behoben.

Der Blackmagic ATEM Mini ermöglicht Euch für wenig Geld das Umsetzen von professionelle Livestreamings. Das war auch der Grund, warum wir von Wedolivestream diesen kleinen aber feinen Bildmischer zu unseren Profi-Mietpaketen hinzugefügt haben. Leider hatte dieser Bildmischer jedoch eine kleine Schwäche, die nun im neusten Firmware Update (8.2.3) von Blackmagic behoben wurde. Yuhuuuu wir können es kaum glauben!!!

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Das Problem

Aber ein Schritt zurück: Was war eigentlich das Problem? Viele Nutzer des Black Magic Mini ATEM hatten immer wieder das Problem, dass das Ausgangssignal des ATEM Minis eine Verzögerung zwischen Ton und Bild aufwies. Diese Asynchronität ließ sich bisher nur durch teure Hardware beseitigen, weil die Black Magic Software eine Verzögerung des Tons nicht zuließ. Aber warum ist diese überhaupt notwendig?

Viele Kameras, die ihr Signal über HDMI ausspielen tuen dies mit einer Verzögerung von wenigen Millisekunden. Das liegt daran, dass das Signal in der Kamera verarbeitet werden muss und demnach einige Sekunden braucht, bis es beim Bildmischer ankommt. Ton ist deutlich schneller und eilt dadurch häufig dem Videosignal voraus. Am ATEM Mini kommt der Ton also deutlich schneller an als das Videosignal.

Bisher konnte man diese Ton-Bild-Verschiebung nur umgehen, in dem man die Mikrofone direkt an die Kameras angeschlossen hat und das Ton Signal dadurch ebenfalls verzögert wurde. Hat man aber Kameras ohne externen Ton-Eingang, gab es keine Möglichkeit dieser Verschiebung zu umgehen. Bis jetzt!

Asynchronität adé!

Wir haben Euch eine Schritt-für-Schritt Erklärung zusammengetragen, mit der ihr Euren ATEM Mini auf den neusten Stand bringen könnt und Ton und Bild synchronisiert.

Schritt 1

Black Magic Website ATEM Mini

Schritt 2

Ladet Euch das aktuelle ATEM Switcher Update 8.2.3 herunter.

Download ATEM Mini Update

Schritt 3

Nachdem ihr das aktuelle Firmware Paket heruntergeladen habt, entpackt es und installiert alles. Schließt dann Euren ATEM Mini an Euren PC an und sucht das Programm ATEM Setup und startet dieses. 

Schritt 4

Führt das Update über folgenden Button aus.

Schritt 5

Öffnet nun die ATEM Software Control und begebt Euch über die untere Schaltfläche in die Audioeinstellungen. Unter Mic 1 und Mic 2 gibt es nun zwei kleine Pfeile, die es Euch erlauben eine Tonverzögerung einzustellen.

ATEM Mini Ton synchron stellen

Schritt 6

In dem Pop-Up-Window könnt ihr nun die Verzögerung der Tonspur einstellen. Je „langsamer“ Eure Kamera ist, umso mehr Frames müsst ihr Eure Tonspur verzögern.

Schritt 7

Um die Verzögerung zwischen Kamera-Signal und Audio-Signal zu messen, stellt ihr Euren Kamera-Eingang, als auch den MIC-Eingang auf „ein“. Klatscht dann einmal in die Hände und überprüft wie sehr beide Pegel sich in ihrer Geschwindigkeit unterscheiden.

Schritt 8

Im letzten Schritt passt ihr die Verzögerung des MIC-Eingang solange an, bis beide Audiospuren gleich schnell sind. Es sollte keine Verzögerung mehr zu sehen sein. Zur Kontrolle, könnt ihr das Ganze mit Euren Kopfhörern abhören. Es sollte keine Dopplung mehr auftreten.

Audio in sync

Sonstige Tipps

  • Es sollte immer nur der selbe Kameratyp verwendet werden. Andernfalls kann es vorkommen, dass es unterschiedlich lange Verzögerungen gibt. Diese können dann nicht mehr ausgeglichen werden.
  • Die Anpassung der Synchronität kann auch über ein Videoschnitt-Programm vorgenommen werden. Nehme dein Live-Video kurz auf, importiere es in Adobe Premiere oder Davinchi Resolve und verschiebe die Tonspur solange, bis sie synchron mit deinem Videofile ist. Merke dir den Frame-Unterschied und stelle ihn im Audiomischer der ATEM Software ein.

Livestreaming- Dienstleister beauftragen?

Livestreaming wird immer mehr zu einer Alternative zu herkömmlichen Veranstaltungen. Ob es nun die Pressekonferenz, die Jahreshauptversammlung, das Live Konzert, der Panel oder ein sonstiges Event ist. Die meisten Inhalte, die in Präsenz-Veranstaltungen vermittelt werden sollen, können ohne Probleme in digitale Livestreamings übertragen werden. Und häufig sogar viel effizienter. An dieser Stelle möchte ich dafür nur zwei Beispiele nennen:

Situation 1

Wer kennt die Situation nicht: Bei einer Podiumsdiskussion werden zum Schluss häufig noch Zuschauerfragen zugelassen. Daraus ergibt sich die Situation, dass manchmal so viele Hände hochgehen, dass am Ende aus einer 15-minütigen Fragerunde ein 1-stündiger Fragenmarathon entsteht. Es kann aber auch sein, dass das Thema der Panelteilnehmer schon so gut diskutiert wurde, dass gar keine Fragen im Publikum auftauchen und der Moderator diese Situation gekonnt überspielen muss. Beide Szenarien bilden in dem Fall natürlich kein gelungenes Ende einer Veranstaltung.

In einer Livestream-Situation hingegen, können Fragen bereits während des gesamten Panels gesammelt und journalistisch betreut werden. Der Zuschauer hat also die Möglichkeit seine Frage im Chat schon dann loszuwerden, wenn sie wirklich auftaucht und muss sich an diese nicht bis zum Ende des Panels erinnern.

Durch die journalistische Betreuung aller eingehenden Fragen, hat der Veranstalter zusätzlich die Möglichkeit inhaltlich-ähnliche Fragen zu bündeln und dadurch in Summe weniger Fragen zuzulassen. Sollten während der Diskussion gar keine Zuschauerfragen aufgekommen sein, kann diese Information direkt an den Moderator weitergleitet werden und das peinliche „Auf-Fragen-Warten“-Ritual kann vermieden werden. Das schont nicht nur den Zeitplan, sondern auch die Nerven der Zuschauer.

Fragerunde_Panel

Situation 2

Gerade bei mehrtägigen Veranstaltungen gibt es immer wieder Vorträge oder Workshops, die beliebter sind als andere. Häufig ist es für den Veranstalter aber schwierig genau diese Auslastung zu prognostizieren. So kann es sein, dass der Vortrag im großen Vortragssaal noch viele Kapazitäten bietet, während der Workshopraum aus allen Nähten platzt und interessierte Teilnehmer nur noch auf dem Boden Platz finden. Diese Situation kann zunächst witzig sein, macht aber nach einer Stunde Vortragsdauer absolut keinen Spaß mehr.

Du siehst worauf ich hinaus will: Im Livestreaming gibt es dieses Platzproblem nicht. Es gibt keinen überfüllten Tagungsraum. Ein Livestream bietet zu jedem Zeitpunkt ein unendlich großes Teilnehmerkontingent und schließt somit niemand von Inhalten aus. Vorausgesetzt man arbeitet mit entsprechend großen Serverstrukturen.

Welche Vorteile hat Livestreaming für Dein Event?

Was bedeutet das eigentlich, wenn ich ein Event organisiere, an dem mehrere hundert oder tausend Menschen aus ganz Deutschland oder der ganzen Welt zusammenkommen?

Alle Teilnehmer erwartet sicherlich eine sehr spannende und lehrreiche Zeit.

Aber sehr lehrreich wäre es sicherlich auch, den Emissionswert auszurechnen, den eine solche Veranstaltung erzeugt.

Wenn man jeden einzelnen Flug und jede einzelnen Autoanfahrt berechnet, kommt bei einer solchen Veranstaltung schnelle eine bedenkliche Menge Co2-Ausstoß zusammen.

Wir wollen an dieser Stelle nicht den mahnenden Zeigefinger erheben, sondern nur zum Umdenken anstoßen. Ist es wirklich notwendig, all diese Menschen an einem physischen Platz zu vereinen, oder reicht es nicht internationale Gäste per Livestream einzubinden und allen Teilnehmern zumindest die Chance zu geben, auch digital am Event teilzunehmen?

Natürlich fällt dann das häufige Get-together am Ende eines Tages weg, aber es soll auch Konferenzteilnehmer geben, deren Highlight die Vorträge an sich sind.   

Wie wir gerade in Zeiten von Corona feststellen mussten, ist es ein großer Vorteil, wenn ein Event ausfallsicher ist. Mit einem Livestream Dienstleister, bist du auf der sicheren Seite, dass dein Event auf jeden Fall stattfinden wird.

Deine Zuschauer können flexibel an einem Livestream teilnehmen. Sie müssen keine Anreise auf sich nehmen und können Dein Event flexibel in ihrem Terminplan unterbringen.

Selbst streamen oder Dienstleister beauftragen? Die ATW Methode.

Wie entscheidet man, ob man ein Livestreaming selbst umsetzt, oder dafür lieber einen Dienstleister beauftragt? Beurteilen sollte man das Ganze anhand von 3 Aspekten. Wir haben dafür das ATW-Modell entwickelt. Je mehr der Fragen Du mit „Ja“ beantwortest, desto eher raten wir dazu, das Projekt mit einem professionellen Livestreaming Dienstleister umzusetzen.

A steht für Ausgestaltung:

  • Welche Ansprüche werden an das Livestreaming gestellt?
  • Sollen während des Livestreams Grafiken eingeblendet werden?
  • Soll der Livestream grafisch an das Corporate Design erinnern?
  • Soll der Livestream auf einer Website eingebettet werden?
  • Soll es eine/n professionellen Moderator/in geben?
  • Soll ein professioneller Sendeablauf erarbeitet werden?
  • Soll es eine bewegte Kamera geben?
  • Wird ein professionelles TV-Studio benötigt?
  • Soll die Bildgestaltung hochwertig aussehen?

T steht für Teilnehmer:

  • Soll es spezielle Implementierungen von Chat-Funktionen geben?
  • Sollen die Zuschauer einen Rückkanal haben, um zum Beispiel Fragen zu stellen?
  • Müssen die Teilnehmer abstimmen?
  • Werden mehr als 100 Teilnehmer erwartet?
  • Sollen Zuschauer-Fragen inhaltlich betreut werden?
  • Soll es einen passwortgeschützten Bereich geben?

W steht für Wichtigkeit

  • Soll die Übertragung nur gezielten Teilnehmern zugänglich gemacht werden?
  • Gibt es Sicherheitsanforderungen an das Übertragungssignal (DSGVO, etc.)?
  • Sind Fehler im Livestream unbedingt zu vermeiden?
  • Gibt es einen hohen visuellen Anspruch den Livestream?

Solltest du viele der Fragen des ATW Modells mit „Nein“ beantwortet haben, so kannst du durchaus darüber nachdenken einen Livestream selbst umzusetzen. Das bietet sich vor allem an, wenn du Webinare gibst, kleine Konzerte online streamen möchtest oder du Livestreaming für dich und deine Teilnehmer erstmal testen willst. Genau für diesen Zweck haben wir von Wedolivestream Mietpakete zusammengestellt, die es dir ermöglichen Livestreaming in einem möglichst professionellen Look selbst umzusetzen. Unsere Pakete findest du hier.

Hast du allerdings viele der Fragen mit „Ja“ beantwortet, ist es höchst wahrscheinlich zu heikel einen Livestream im Do-It-Yourself-Modus durchzuführen. Zumal viele der im ATW-Modell angesprochenen Ausgestaltungen nur mit einem Dienstleister umgesetzt werden können. Aber Dienstleister ist natürlich nicht gleich Dienstleister.

Welche Arten von Livestreaming Dienstleistern gibt es?

Die Event-Livestreaming-Dienstleister

Diese Art der Dienstleister ist vor allem auf die technische Betreuung von Präsenz Events spezialisiert. Sie bauen nicht nur die Bühnen- und Lichttechnik auf und kümmern sich um einen guten Ton, sondern bieten in ihrem Dienstleistungsportfolio häufig auch das Livestreaming des Events an.

Echte Generalisten also. Als Kunde bekommt man dann das ganze Event inklusive Livestreaming aus einer Hand umgesetzt. Das kann ein Vorteil sein, muss es aber nicht. Wir empfehlen einen solchen Dienstleister vor allem dann, wenn das Livestreaming nur ein Nebenprodukt sein soll. Soll der Livestream aber einen hochwertigen Look und im Corporate Design daherkommen, dann sollte man den Livestream lieber von einem Spezialisten umsetzen lassen.

Die Livestreaming Spezialisten

Produktionsfirmen, die sich auf Livestreaming spezialisiert haben, können sehr genau auf spezifische Kundenwünsche eingehen.

Sie kommen nicht aus dem Event, sondern aus dem Filmbereich und können deswegen einen hochwertigeren Look anbieten. Zu dieser Form der Dienstleister zählt auch Wedolivestream.

Wir arbeiten nur mit ausgebildeten Kameramännern/-frauen zusammen, die ihr Handwerk verstehen. Häufig kommen diese aus dem Werbefilmbereich und verleihen unseren Livestreams deswegen einen besonders hochwertigen Look.

Zusätzlich legen Livestreaming Spezialisten ihren Fokus auf das grafische Branding einer Livesendung. Was wäre zum Beispiel der „Tatort“ ohne das ikonische Intro? Was wäre die Tagesschau ohne grafischen Opener?

Wie du siehst hat die grafische Aufbereitung eines Livestreams eine enorm wichtige Rolle. An das Corporate Design angepasste Intro- und Outro-Warteschleifen, helfen dabei ständig einen inhaltlichen Bezug zum Unternehmen oder der Marke herzustellen. Die Arbeit der Livestream Spezialisten beginnt also schon lange vor dem eigentlich Livestreaming, nämlich mit der Erstellung der Sendungsgrafiken. Auch deswegen hat Wedolivestream ein starkes Team von Designern, die sich um die Gestaltung von Sendungsinhalten kümmern.

Für welchen Livestreaming Anbieter entscheide ich mich?

Jeder Livestreaming Anbieter hat einen anderen Stil. Während der eine Anbieter eher klassische Event-Streamings umsetzt, verfolgt ein anderer Anbieter vielleicht einen jüngeren, moderneren Stil. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und letztendlich muss der Kunde entscheiden, bei welchem Anbieter er sich besser aufgehoben fühlt.

Wichtig ist es hierbei natürlich aus der Zielgruppe zu denken: Möchte ich eine junge Zielgruppe ansprechen, dann sollte man sich auch für einen modernen und jungen Dienstleister entscheiden. Möchte ich ein ältere Zielgruppe ansprechen, sollte man einen etwas „klassischeren“ Dienstleister auswählen.

Wie klassisch oder modern ein Dienstleister ist, findet man am Besten über die jeweiligen Arbeitsproben heraus. Passt das Portfolio des Dienstleisters in die eigene Kommunikationsstratgie, so sollte man diesen auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen.

Welche Streaming-Plattform ist die Beste?

Hat man sich für einen Dienstleister entschieden, steht als nächstes die Entscheidung für die passende Übertragungsplattform an. Der Stream kann über einen Webplayer auf der eigenen Webseite eingebettet oder über Plattformen wie Facebook, Youtube oder Instagram ausgestrahlt werden. Entscheidet man sich für ein Social Media Plattform, dann gilt es natürlich zu beachten über welche Plattform man seine meisten Follower erreicht.

Der große Vorteil an Social Media Livestreaming ist, dass Live-Streams von Youtube und Facebook bevorzugt behandelt werden. Diese werden also in den News Feeds besonders hervorgehoben. Das ist auch der Grund warum die meisten großen Marken und Medienhäuser ihre Livestreams über Social  Media streamen. Damit sind sie einfach näher an ihrer Zielgruppe. Der schöne Nebeneffekt: Live-Streaming über Social Media ist kostenlos.

Alternativen dazu bieten die Bezahlplattformen, wie zum Beispiel Ustream, DaCast oder Wowza. Zahlreiche Anpassungs- und Auswertungsmöglichkeiten ihres Events sind hier möglich. Zudem wird ein guter Service und Ansprechpartner für alle Fragen geboten. Dieses Angebot schlägt sich natürlich im Preis nieder, meist wird hier pro Zuschauer abgerechnet, was die Kosten schnell in die Höhe treiben kann.